Details
ISBN/EAN: 978-3-86505-714-3
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2012
1. Auflage 2012
Erschienen am:
22.08.2012
22.08.2012
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
112 S.
112 S.
Format (T/L/B):
0.8 x 15 x 10.7 cm
0.8 x 15 x 10.7 cm
Hersteller:
Bertz + Fischer GbR
Katrin Fischer
kfischer@bertz-fischer.de
Franz-Mehring-Platz 1
DE 10243 Berlin
Bertz + Fischer GbR
Katrin Fischer
kfischer@bertz-fischer.de
Franz-Mehring-Platz 1
DE 10243 Berlin
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Verdrahtet
THE WIRE und der Kampf um die Medien, Kultur & Kritik 6
Beschreibung
THE WIRE gehört zum neuen, von der Kritik hochgelobten Quality-TV und gilt vielen Kommentatoren als die "greatest TV-show ever made". Die FAZ feierte die von 2002 bis 2008 ausgestrahlte Serie mit einem ziemlich kühnen Vergleich als einen "Balzac für unsere Zeit": "Im urbanen Mikrokosmos Baltimore entsteht ein hochdifferenziertes Bild der sozialen Wirklichkeit Amerikas." Es geht um die soziale Verelendung der vom Kapital verlassenen amerikanischen Großstädte, die daraus erwachsende Schattenwirtschaft der Drogenkriminalität und ihre Folgeprobleme, die Hilflosigkeit und Korruption von Politik und Polizei, den virulenten Rassismus und einiges mehr. Ein Aspekt von THE WIRE ist bislang indes kaum thematisiert worden: die ständige Auseinandersetzung, ja der Kampf zwischen organisierter Kriminalität und Polizei um die Medientechnologien. Schon der Titel der Serie ist bezeichnend: "wire" (dt: Draht, Kabel, Leitung) verweist auf das Telefon, andere elektronische Kommunikationsmittel und Abhörgeräte. Die kleine Studie zeigt, dass THE WIRE einen zentralen Punkt der heutigen Gesellschaft trifft - ihr Selbstverständnis als durch und durch von Medien abhängig und von Medien geprägt. Doch wer hat Zugriff auf die Medien? Wer darf welches Wissen über wen erlangen? Mediatisierung ist immer auch ein Kampf - den THE WIRE exemplarisch inszeniert.
Über Jens Schröter
Jens Schröter, Prof. Dr., geb. 1970, seit 2008 Professor für "Theorie und Praxis multimedialer Systeme" an der Universität Siegen. Projektleiter (zusammen mit Lorenz Engell) des Forschungsprojekts "Die Fernsehserie als Projektion und Reflexion des Wandels" im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms "Mediatisierte Welten". Forschungsschwerpunkte: Theorie und Geschichte digitaler Medien, Theorie und Geschichte der Fotografie, dreidimensionale Bilder, Intermedialität, Medientheorie in Diskussion mit der Wertkritik, auditive Medienkultur.