Literarisches dreesen-lesen Rätsel

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Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel ist vorbei. An vier Sonntagen der Sommerferien ab 26.07.2026  und endend am 16.08.2026 erschien hier sonntäglich ein neues literarisches Rätsel, vier insgesamt. Dann hatten Sie eine Woche Zeit für die Lösung, die Sie uns bis Samstag darauf per Mail an info(at)dreesen-lesen.de übermitteln konnten. Die Auflösung gab es dann am folgenden Sonntag. Am darauffolgenden Montag wurde unter den richtigen Lösungen dann ein Gewinner/eine Gewinnerin gezogen. Was es zu gewinnen gab? Wird nicht verraten. Wer alle 4 Rätsel am Ende richtig beantworten konnte, kam zusätzlich in unsere große Lostrommel und nahm an einer Sonderverlosung (ein im Original autorensigniertes Buch) am Ende teil. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das war es also, unser diesjähriges Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel. Wir hoffen, Sie hatten Spaß daran. Aus den Rückmeldungen der Vergangenheit entnehmen wir, dass Ihnen das Recherchieren und Knobeln und vor allem das Neu- oder Wiederentdecken Freude macht. 
Vielen Dank. Und bis bald bei dreesen-lesen Die Buchhandlung.

 

23.08.2026: Ende des diesjährigen Literarischen dreesen-lesen Sommerrätsels 2026:

Es hat uns sehr gefreut zu sehen, wie viele Menschen bei unserem Literarischen Sommerrätsel 2026 mitgemacht haben. So viel wie noch nie. Und Sie scheinen wirklich Spaß daran gehabt zu haben. Zumindest sagen uns das die vielen Kommentare, die wir mit der letzten Lösung zum Rätsel 4/4 erhielten. Vom "Schade, schon vorbei", bis zum "Dankeschön für die Gelegenheit, viel Neues nebenbei beim Rätseln und Recherchieren entdeckt zu haben".  Für diese Wertschätzung danken wir nun unsererseits. Es steckt nämlich viel Arbeit in den Rätseln. Es soll ja nicht zu leicht sein, aber auch nicht zu schwer. Und mal unter uns: KI kommt uns dafür nicht in die Tüte. Alles selbst gemacht. Wenn Sie zum Newsletter angemeldet sind, verpassen Sie nicht, wenn es ein neues Literarisches dreesen-lesen Rätsel gibt.

 

16.08.2026: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2026 4/4:

Das dritte Rätsel war schon eher eine Nuss, die es zu knacken galt. Jetzt also auf zum vierten und letzten Literarischen dreesen-lesen Sommerrätsel!

Dieses mal suchen wir eine Figur aus einem berühmten Roman der Weltgeschichte. Wir kennen diesen Namen heute of nur noch als den Bandnamen einer 70er Jahre Hardrockband. Diese Rockband wurde 1969 gegründet und war sehr erfolgreich. Sie hat viele Bandmitglieder austauschen müssen und ihre Musik war oft von Streitereien und Exzessen geprägt! Die Figur aus dem Buch ist nur ein Nebencharakter. Die Hauptfigur ist so bekannt, dass sie sogar einen Zauberkünstler inspiriert hat, sich diesen Namen von dem Autor "auszuborgen". Wir suchen diesmal aber den Namen der Nebenfigur! Der weltbekannt Autor ist unter den 10 Autoren gelistet mit den meisten Buchverkäufen. Seine Werke werden oft noch heute gelesen, verfilmt und zu Theaterstücken umgesetzt. 

Die Frage: Welche Nebenfigur suchen wir?

Zusatzfrage: In welchem bekannten Buch spielt sie eine Rolle?

Die Antwort: Die gesuchte Nebenfigur ist "Uriah Heep" aus dem Werk "David Copperfield" von Charles Dickens. Die Band hatte sich tatsächlich nach dieser gar nicht so netten Figur benannt. Fun fact übrigens: Uriah Heep haben am 24.08. und 25.08.2026 Livekonzerte in Deutschland! Die touren immer noch!

Zugegeben: Das vierte Rätsel war echt schwierig. Aber so sollte es ja auch sein. Vom ersten eher leichten bis zum vierten eher schwierigen Rätsel, alles dabei. Die Gewinner/Gewinnerinnen des Rätsels und des gesamten Sommerrätsels werden im Laufe der kommenden Woche benachrichtigt.

 

09.08.2026: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2026 3/4:

Gut, das war schon nicht mehr ganz so einfach, das zweite Sommerrätsel. Legen wir noch einen drauf und gehen in die dritte Runde:

Diesmal suchen wir eine Autorin aus dem Hohen Norden, die sehr vielfältig begabt war. Sie konnte sehr gut malen, zeichnen und eben auch schreiben. Alle Fähigkeiten zusammen erlaubten es ihr, wunderbare literarisch-zeichnerische Werke zu erschaffen. Ihre berühmtesten Werke im Kinderbuchgenre gestaltete sie als Comics selber und ihre lustige Hauptfigur wurde weltbekannt. Sie selbst stammte aus einer Künstlerfamilie. 

An dieser Stelle ein Hinweis in eigener Sache: Wir bemühen uns, unsere Rätsel so zu gestalten, dass Sie ein bischen suchen und knobeln müssen auf dem Weg zur Lösung. Dabei geht uns durchaus auch darum, dass Sie unterwegs vielleicht auch andere Autorinnen und Autoren entdecken, oder etwas Neues erfahren. Mit den bis jetzt gegebenen Hinweisen kommt auch "Google" noch nicht so richtig weiter. Mit jedem neuen Hinweis jedoch wird die Suche gehaltvoller. Eingegeben in eine KI hätten Sie mit den bisherigen Hinweisen jetzt schon die richtige Antwort. Entscheiden Sie selber, was mehr Spaß macht. Und weiter geht's:

Ihre Familie wurde, wie bei vielen Künstlerfamilien, imer von finanziellen Sorgen geplagt, denn der Vater verdiente als Bildhauer nicht regelmäßig Geld und die Mutter mußte zurückstehen, obwohl sie als studierte Malerin bestens ausgebildet war. Ihre Einkünfte durch Graphitarbeiten sicherten regelmäßige Einnahmen. In den politisch schwierigen Zeiten der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts veröffentlichte sie auch historische Karrikaturen und sah sich großen Widerständen gegenüber. 

Die Helden ihrer Kinderbücher sind sehr drollige Figuren mit allerlei leicht mythisch-verrückten Eigenschaften und fügen sich in die landestypische märchenhafte Erzählungen gut ein. Wie so oft hatte sie ihre eigenen Figuren irgendwann über und schrieb Titel für Erwachsene, die allerdings nie so wirklich erfolgreich waren. Ein Buch, das bei uns in den 70er Jahren im List-Verlag erschien, wird allerdings heute noch gerne gelesen als Jugendbuch.

Die Frage: Wen suchen wir?

Zusatzfrage mit Zusatzhinweis: Wie heißt der Titel von ihr, der 1976 auf Deutsch erschien?

Letzter Tipp: Wir feiern heute ihren 112. Geburtstag.

Die Antwort: Gesucht haben wir Tove Jansson mit ihrem Titel "Das Sommerbuch", das mit Glenn Close in der Hauptrolle verfilmt wurde. Und die drolligen Figuren, die sie ins Leben gerufen hat sind natürlich die Mumins.

 

02.08.2026: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2026 2/4:

Ok, zugegeben, das erste Rätsel war vielleicht zu einfach. Aber so ist das beim Literarischen dreesen-lesen Sommerrätsel: es fängt leicht an und steigert sich. 

Beim zweiten Sommerrätsel suchen wir diesmal eine Autorin des 19. Jahrhunderts. Sie lebte zu ihrer Zeit in einem Sehnsuchtsland vieler Menschen. Viele in Europa glaubten an den Mythos des gelobten Landes, wo alles möglich war jenseits von Herkunft und Bildung. Aber diese Vorstellung wurde mit einer Unterdrückung einer Gruppe von Menschen erreicht. Und dagegen war sie eine wichtige Kämpferin! Sie schrieb über 30 Romane und veröffentlichte viele Artikel in Zeitungen. Sie wurde sehr religiös als Pfarrerstochter erzogen und verlor früh ihre Mutter an Tuberkulose. Sie bekam eine sehr gute Ausbildung für eine Frau damals und konnte so als Lehrerin arbeiten. Sie trat oft auch in Kirchengemeinden auf und prangerte die menschenverachtenden Züge der Gesellschaft im ganzen Land an. Sie musste daher auch viel Kritik aushalten können in einerZeit, in der Frauen nur als brave Ehefrauen und Mütter ein gewisses Ansehen genossen. Ihr berühmtester Roman beeinflusste sogar die öffentliche und politische Diskussion im Land. Als es zu einer Verschärfung der Gesetze kommen sollte, wurde sie zur Fürsprecherin der Gegenbewegung. 

Wollen Sie es erstmal so versuchen? Sonst hätten wir noch folgende Tipp: Der damalige Präsident hatte sie als die Frau angesprochen, deren Werk diesen Krieg verursacht hätte. Wenn wir hier das Originalzitat benennen, wird es wieder zu leicht. Daher nur noch so viel: 1862 soll er das gesagt haben.

Die Frage: Wer war die Autorin und wie heißt eben dieses Werk?

Die Antwort: Gesucht hatten wir Harriet Beecher Stowe mit dem Titel "Onkel Toms Hütte".

 

26.07.2026: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2026 1/4:

Start frei für die erste Runde: Dieses Mal suchen wir einen Autor mit dem unwiderstehlichen Drang nach Süßigkeiten. Er war mit seinen Büchern sehr erfolgreich und verkaufte weltweit mehr als 200.000.000 Titel. Seine Werke wurden in 62 Sprachen übersetzt. Er wuchs zweisprachig auf und konnte daher auch fließend norwegisch. Da beide Eltern begeistert von einem norwegischen Forscher waren, bekam er auch dessen Vornamen. Er verlor leider sehr früh seine ältere Schwester mit nur 7 Jahren und auch sein Vater starb früh mit 57. Trotzdem blieb die Familie in dem für sie fremden Land. Im Zweiten Weltkrieg wurde er als Offizier für einen Trupp Soldaten abkommandiert und bekam anschließend eine Ausbildung zum Piloten. Er lernte sehr schnell und meisterte mehrere schwierige Einsätze. Nach einem kurzen Einsatz als britischer Geheimdienstoffizier begann er in einem befreundeten Land mit dem Schreiben. Besonders berühmt sind seine Kinder- und Jugendbücher! Sie wurden mehrmals verfilmt. Seine eigene Lieblingssüßigkeit ist der "immerwährende Dauerlutscher". 

Noch ein Hinweis?: Den "Everlasting Gobstopper" hat er extra für diesen Titel erfunden. 

Die Frage: Wer war der Autor und in welchem Buch kommt jener Lutscher vor?

Die Antwort: Roald Dahl war's, natürlich, mit "Charlie und die Schokoladenfabrik". Zugegeben, das war einfach. 

 

Aus unserem Archiv zurückliegender literarischer dreesen-lesen Rätsel:

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17.08.2025: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2025 4/4:

Wir sind beim letzten Teil des diesjährigen literarischen dreesen-lesen Sommerrätsels angekommen. Danke an alle, die so fleißig mitgemacht haben und uns die (meist) richtigen Lösungen teilweise schon wenige Stunden nach Erscheinen gesendet haben. 

Kommen wir also zum letzten und schwierigsten Rätsel: Nach all den herausragenden Autoren und z.T. auch Journalisten der letzten 3 Wochen suchen wir diesesmal eine weibliche "Schaffende". Dieser Begriff passt am besten für die gesuchte Künstlerin. Sie ist nämlich keine Literatin, sondern die Schwester einer berühmten Autorin. Sie stand mit ihrer Kunst immer im Schatten ihrer sehr außergewöhnlichen Schwester.

Sie und ihre Schwester lebten nach dem Tod der Eltern im Londoner Viertel Bloomsbury zusammen und beide Vornamen begannen mit einem "V". Während ihre Schwester ein sehr unkonventionelles Leben voller Tiefschläge und auch Höhenflüge lebte, blieb die Gesuchte der Kunstszene in London treu, heiratete und bekam zwei Söhne. Die Ehe scheiterte jedoch schon während des 1. Weltkrieges und sie lebte von nun an mit einem homosexuellen Malerkollegen zusammen. Dessen männlicher Freund vervollständigte das äußerst kreative Trio. Ihre Beziehung zu ihrer Schwester bleib stets von vielen Streitpunkten aber auch von grenzenloser Faszination für deren literarische Kunst geprägt. Sie starb 1961 in Sussex. 

Die Frage: Wer war es und wer ist ihre Schwester?

Die Antwort: Gesucht haben wir Vanessa Bell. Sie war die ältere Schwester von Virginia Woolf

 

10.08.2025: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2025 3/4:

Oh, die Hälfte schon rum.
Heute suchen wir einen bekannten deutschen Autor, der in erster Linie ein begnadeter Publizist war und hervorragender Wortkünstler. 
Er lebte und arbeitete in einer Zeit, in der es sehr schwierig war, frei von Repressalien Texte zu veröffentlichen. Er schrieb als Satiriker, Kabarettist, Lyriker und Liedtexter. Er beherrschte sein Genre sehr gut. Er verstand sich als Linker und Pazifist. Was er als Publizist in dieser politisch schwierigen Zeit riskierte, erscheint heute noch sehr mutig. Früh erkannte er die Zeichen einer schlimmen Zukunft und legte sich verschiedene Decknamen zu, um weiter schreiben und aufklären zu können. 

Er liebte seinen liberalen und musisch interessierten Vater sehr, haderte jedoch mit dessen frühen Tod 1905. Die Familie war vermögend genug, um ihn Jura in Berlin studieren lassen zu können. Seine ersten Erfolge als Schriftsteller ließen ihn die Juristerei als Beruf zugunsten der Literatur aufgeben. Er war mit vielen literarischen Größen seiner Zeit befreundet, u.a. mit Max Brod, Franz Kafka und vielen anderen mehr. Den ersten Weltkrieg überstand er als Soldat schreibenderweise noch sehr gut. Danach verlor er in Deutschland jedoch seine Lebensgrundlage und siedelte nach einem sehr Aufsehen erregenden Prozess nach Schweden um. 

Die Frage: Wer war es und wie hieß die von ihm gegründete Zeitschrift? 

Die Antwort: Kurt Tucholsky ist die richtige Antwort. Bei den Zeitschriften gibt es tatsächlich mehrere richtige Antworten, er hat nämlich bei vielen mitgegründet, u.a. Weltbühne, Der Flieger ...

 

03.08.2025: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2025 2/4:

Diesesmal suchen wir nicht nur einen Inhaber eines renommierten Literaturpreises, sondern auch den Empfänger eines Oscars für die beste Adaption von Buch zu Film. Er wuchs als Protestant in einer Hauptstadt eines europäischen Landes auf, in der der Katholizismus die vorherrschende Religion war. Auch heute noch tragen religiöse Gründe dort zu Konflikten und schwierigen Situationen bei. 

Obwohl sein Vater vermögend war, hatte unser gesuchter Autor eine wenig glückliche Kindheit. Die Alkoholsucht seines Vaters trieb die Familie auseinander und seine Mutter sowie seine beiden Schwestern zogen fort, als er 16 Jahgre alt war. Zunächst arbeitete er als Musikkritiker und zog dann von seiner Heimatstadt in die nächst gelegene Metropole. Dort fasste er schnell Fuß und fing an außer Musik- auch andere Kritiken erfolgreich in der Presse zu veröffentlichen. Er begann mit viel Enthusiasmus sich als Autor zu betätigen und wurde oft von den Verlagen abgewiesen. Er war einer der ersten Journalisten, die den Veganismus praktizierten. Seine Musikkritiken formulierte er völlig ohne Ansehen des Geschlechtes der Komponisten. Ob Mann oder Frau: Für ihn galt nur das Werk. Er las Karl Marx auf französisch, da es zu seiner Zeit keine englischsprachige Übersetzung gab und wurde ein Anhänger dessen philosophischer Ideen. Er engagierte sich in der Politik und traf z.B. Mahatma Ghandi. Er gilt auch heute noch als glänzender Satiriker.
Die Frage: Wen suchen wir und wofür bekam er einen Oscar?

Die Antwort: Gesucht haben wir George Bernard Shaw und den Oscar erhielt er für "Pygmalion". Das war die Grundlage für Film und Musical "My Fair Lady".

 

27.07.2025: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2025 1/4:

Diesmal suchen wir einen berühmten europäischen Autor, der schon zu Lebzeiten zu den führenden intellektuellen Köpfen seiner Nation galt. Sein Vater war früh verstorben, so dass er unter dem Einfluß seines Großvaters aufwuchs und an einer renommierten Universität seines Landes studieren konnte. Zunächst wollte er Gymnasiallehrer werden, das genügte seinem außergewöhnlichen Intellekt jedoch nicht. Er schrieb, dichtete, verfasste Dramen und prägte neue Tendenzen in der Philosophie. Zeit seines Lebens (übrigens in ein und derselben Stadt) war er eine einflussreiche, aber auch eine sehr umstrittene Persönlichlichkeit. Ihn verband eine sehr lange und tiefe Freundschaft zu einer Autorin ohne jemals eine Ehe einzugehen. Seine sexuellen Verhaltensweisen sind bis heute umstritten, weil er einen bestimmten Aufruf unterschrieb.Eine Ablehnung des berühmtesten Literaturpreises lösen noch mehr Diskussionen aus.
Die Frage: Wer war es und was hat er da unterschrieben?

Die Antwort: Alle von uns haben ihn vermutlich in der Schule gelesen. Gesucht war Jean-Paul Sartre. Was vielleicht nicht so bekannt war: Der von ihm mit unterschriebene Aufruf war eine Petition zur Entkriminalisierung der Pädophilie. 

 

Aus dem Archiv der letzten Jahre:

Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel für dieses Jahr ist zu Ende. Jeden Sonntag der Sommerferien seit dem 14.07.2024 und endend am 18.08.2024 erschien hier sonntäglich ein neues literarisches Rätsel, sechs insgesamt. Dann hatten Sie eine Woche Zeit für die Lösung, die Sie uns bis Samstag darauf per Mail an info(at)dreesen-lesen.de übermitteln konnten. Die Auflösung gab es dann am folgenden Sonntag. Am darauffolgenden Montag wurde unter den richtigen Lösungen dann ein Gewinner/eine Gewinnerin gezogen. Was es zu gewinnen gab? Wird nicht verraten. Wer alle 6 Rätsel am Ende richtig beantworten konnte, kam zusätzlich in unsere große Lostrommel und nam an einer Sonderverlosung am Ende teil. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mit Ende des sechsten und letzten Rätsels erreichten uns u.a. diese Rückmeldungen, über die wir uns sehr gefreut haben. So ein literarisches Rätsel macht nämlich schon auch etwas Arbeit. Es soll ja nicth zu simpel sein. Danke für Ihren Zuspruch!

  • B. K.: "Das war wieder ein sehr schöner Rätselsommer; ich habe einige gute Lesetipps bei meiner Lösungssuche gefunden. Vielen Dank dafür!"
     
  • R. H.: "Schade, dass die sechs Wochen wieder rum sind. Liebe Grüße"
     
  • M. S.: "Danke, für das schöne Sommerrätsel. Ich habe wieder viel Neues gelernt! Schade, dass es schon wieder  vorbei ist. Ihnen allen noch einen schönen Sommer!"

Den wünschen wir Ihnen ebenfalls.

 

18.08.2024: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2024 6/6:

Da ist es schon: Das sechste und somit letzte literarische Rätsel in diesem dreesen-lesen Rätselsommer und diesmal wird es etwas schwerer. Wenn Sie uns alle 6 richtigen Lösungen der letzten Rätsel rechtzeitig per Mail geschickt haben, haben Sie Chance auf unseren Hauptpreis: Ein handsigniertes ...

Die Frage: Die Autorin, die wir heute suchen, ist Schweizerin und lebt auch heute noch dort. Sie studierte Psychologie und Geschichte in Deutschland und auch in Paris. Danach bllieb ihr nur der Beruf der Lehrerin. Zu dieser Zeit hatten studierte Frauen keinerlei andere Berufsmöglichkeiten. Zunächst wurden ihre Kinder- und Jugendbücher sehr erfolgreich veröffentlicht. Danach folgten auch lyrische Texte oder auch Romane für Erwachsene.

Ich bin begeistert von ihren historischen Romanen, die als Protagonisten immer erstaunliche "Helden" der Schweizer Geschichte betreffen. Gerade ist von ihr eine Biographie über die erste Schweizerin erschienen, die sich einen Doktortitel in Jura erarbeitet hat. Wie heißt die Autorin und wer war die die prominente Juristin mit einem bekannten Namen?

Tipp: (Wenn Sie nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar): Die Dame hat die 90 Jahre schon überschritten

Die Antwort: Die gesuchte Autorin ist die Schweizerin Eveline Hasler. Ihr Roman Die Wachsflügelfrau erzählt die Geschichte der Emily Kempin-Spyri. Diese war eine Nichte der Autorin Johanna Spyri, die den Namen mit ihren Heidi-Romanen weltberühmt machte.

11.08.2024: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2024 5/6:

Die Frage: Wir gehen in die fünfte und vorletzte Runde und suchen diesmal eine deutsche Schriftstellerin. Sie zog in die Schweiz, um dort das Abitur zu machen, was in Deutschland für Frauen zu ihrer Zeit noch nicht ging! Sie musste ihre Heimatstadt verlassen, da sie in einen veritablen Skandal verwickelt war. Das Mädchen wuchs in einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie auf und war seit ihrem 5. Lebensjahr der Schriftstellerei und Lyrik zugetan. Und als Lyrikerin ist sie heute noch bekannt.

Nach dem Abitur studierte sie Geschichte und Philosophie (in Deutschland damals ebenfalls noch nicht erlaubt für Frauen). 1892 konnte sie als eine der ersten deutschsprachigen Frauen promovieren. Ihren Lebensunterhalt konnte sie damit allerdings nicht bestreiten, da es keine Anstellung für derart hochgebildete Frauen im Universitätsbetrieb gab. Also blieb ihr nur der Beruf der Lehrerin an einer höheren Töchter-Schule. Damit finanzierte sie ihren ersten Gedichtsband 1891. Damals noch unter einem männlichen Pseudonym. Sie überlebte den Zweiten Weltkrieg nicht lange und hatte als Frau ihrer Zeit enorm viel Neues angestoßen. Wer war es und wie lautete ihr Pseudonym?

Tipp: (Wenn Sie nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar): Sie zog 1886  in die Schweiz und promovierte an der Uni Zurich.

Die Antwort: Richtige Antwort ist "Ricarda Huch", die unter dem Pseudonym "Richard Hugo" veröffentlichte.

 

04.08.2024: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2024 4/6:

Auf zur vierten Runde: Diesmal möchte ich einen Autor „verrätseln“, den Sie sicher alle kennen. Er lebt in seinem Heimatland, aber auch in Europa verbringt er viel Zeit. Er ist einer der zeitgenössischen Autoren aus Südamerika und mit vielen Preisen überhäuft. Sein bekanntestes Buch wurde millionenfach aufgelegt, dazu verfilmt sowie in über 80 Sprachen übersetzt.

Dabei war er seiner Ausbildung nach eher ein nüchterner Jurist als er fantasievoller Autor. Tief religiös aufgewachsen spielt der Katholizismus eine große Rolle in seinem Leben. Exzesse und Drogenkonsum als junger Mann führten zu einer unheilvollen Bekanntschaft mit der Psychiatrie.

Er hat nichts in seinem Leben an extremen Erfahrungen ausgelassen. Dazu gehörten schwarze Magie, Drogen und die Folgen der Auflehnung gegen das Militärregime seines Landes. Fast zu viel für nur ein Leben. Das alles machte ihn aber zu einem Autor, der intensiver schreibt als manche seiner Zeitgenossen. Und wie bei vielen großen Autoren stand am Anfang seiner Karriere der Misserfolg. Von seinem Weltbestseller wurden in der ersten Auflage nur 900 Exemplare verkauft und der Verlag trennte sich dummerweise von ihm.

Ein Mann, von vielen eigenen Dämonen verfolgt, was er in äußerst kreativer Weise durch das Schreiben beherrschen lernte. Für den deutschsprachigen Verlag bedeutet ein neuer „...“ ein sicherer Umsatzbringer.  Wie heißt der Autor und was bedeutet sein Name wörtlich übersetzt?

Tipp: (Wenn Sie nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar): Der Name bezeichnet ein Tier!

Die Antwort: Gesucht haben wir den brasilianischen Autor und Schriftsteller Paulo Coelho. Sein Nachname bedeutet in der wörtlichen Übersetzung "Kanninchen".

 

28.07.2024: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2024 3/6:

Wie schnell die Zeit vergeht! Nun sind wir schon in der Hälfte des literarischen Sommerrätsels angekommen. Das dritte Rätsel wird schon ein bisschen schwieriger als die ersten beiden.

Wir suchen einen zeitgenössischen irischen Schriftsteller, der aus ärmlicher Familie stammend sich bis an die Spitze der englischsprachigen Literatur geschrieben hat. Er wurde sogar mit einem sehr renommierten Buchpreis ausgezeichnet. Als typischer irischer Junge war seine Schulausbildung irisch/katholisch geprägt und erst in seinem weiteren Lebensweg legte er die strengen Dogmen der Kirche ab. Er schrieb schon früh Kurzgeschichten und seine Familie war sehr stolz auf ihn. Nach dem Collegeabschluss arbeitete er bei verschiedenen Arbeitgebern, u. a. einer Fluggesellschaft und der Post. Seine wahre Begabung aber lag im Schreiben. Also wurde er Autor. Zunächst nur mittelmäßig erfolgreich, machte er sich einen Namen als Literaturkritiker.

Ich habe ihn zunächst als Krimiautor kennengelernt, allerdings schreibt er Krimis nicht unter seinem eigenen Namen. Etwas ganz Besonderes ist sein Buch über den amerikanischen Privatdetektiv Philip Marlowe. Als Vorbilder gibt er gerne die beiden irischen Literaturgrößen James Joyce und Samuel Beckett an. Er lebt, wie gefühlt alle irischen Autoren, in Dublin. Das Buch mit dem er den Durchbruch hatte, war eine fiktive Biographie von einem polnisch/preußischen Gelehrten und Domherr, weitere Wissenschaftsbiographien folgten.

 Wie heißt der Autor und sein erster erfolgreicher Held?

Tipp: (Wenn Sie nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar): Der Autor wird nächstes Jahr 80 Jahre alt.

Die Antwort: Das war schon etwas schwieriger. Gesucht haben wir den irischen Schriftsteller John Banville. 1976 erhielt er eine erste Auszeichnung u.a. für seine Romanfigur Dr. Copernicus.

21.07.2024: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2024 2/6:

Ich habe mir einmal angesehen, welche Personen oder welche Figuren wir schon alle „verrätselt“ haben im Laufe der Jahre und dabei festgestellt, dass unsere direkten Nachbarn, die Franzosen, mit ihrer wundervollen Literatur etwas unter repräsentiert sind (vielleicht, weil französisch nicht mein Lieblingsfach in der Schule war). Dabei hat die französische Gegenwartsliteratur hervorrag

Die Frage: Der gesuchte Schriftsteller ist zwar nur halber Franzose.  Die andere Hälfte der Abstammung teil er sich mit dem berühmten Privatdetektiv von Agatha Christie. Da beide Elternteile französisch als Muttersprache hatten, bereichert dieses seinen Schreibstil. Seine Eltern waren ganz dem Sport verschrieben. Den Sohn zog es aber eher zum Gedankensport, als zum Laufen oder Boxen. Er studierte Philosophie. Er war als Agnostiker aufgewachsen, konvertierte dann aber zum Christentum. Neben seiner Lehrtätigkeit schrieb er vor allem Theaterstücke und wurde dadurch einem größeren Publikum bekannt. Ein bekannter Verlag aus der Schweiz wurde auf ihn aufmerksam und seit diesen Tagen erscheinen alle seine Werke dort. Sie sind auch regelmäßig auf den Bestsellerlisten zu finden. Mein Lieblingsbuch von ihm enthält einen männlichen Vornamen im Titel und eine Frau in einer besonderen Farbe. Das war schon der erste Hinweis.

Wen suchen wir und welche zweite Lebensversion entwirft er von dem Diktator Adolf H.?

Viel Spaß beim Knobeln und wie immer die Lösung bis zum Samstag an die bekannte Mailadresse senden.

Die Antwort: Gesucht haben wir den Autor Éric-Emmanuel Schmitt. In La Part de l’autre entwirft er in einer Parallelwelt einen Adolf H., der an der Kunstakademie angenommen wird und einen völlig anderen Weg nimmt.

14.07.2024: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2024 1/6:

Dieses Mal möchte ich es noch nicht so schwermachen, denn der Rätselsommer ist ja noch lang:

Die Frage: Wir suchen heute eine sehr erfolgreiche Bestseller Autorin aus Deutschland. Alle ihre Titel finden sich sehr schnell auf der Spiegel Liste wieder und ihre Auflagen wachsen stetig. Mehr als 1 Million Bücher sind schon gekauft worden. Sie schreibt unter einem Pseudonym, denn ihr bürgerlicher Name ist zu geläufig.

Sie wurde im Norden auf einer Insel geboren und ist als Kind viel umgezogen, da ihr Vater bei der Bundeswehr gearbeitet hat. Und sie ist eine von uns ;-) d. h. sie hat eine Buchhändlerlehre gemacht und auch in diesem Beruf gearbeitet. Tatsächlich genau in der Buchhandlung, in der ich Jahre später auch angestellt war. Wir haben uns zeitlich verpasst!

In der Branche ist sie bekannt geworden, als sie als Verlagsvertreterin zum dtv Verlag wechselte und durch ihre sympathische Ader viele begeisterte Kunden zurückließ, als sie sich entschloss, nun ihr Brot als Autorin zu verdienen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ging es steil bergauf und einem großen Publikum ist sie bekannt geworden durch die beiden Hauptfiguren Christine und Papa Heinz. Alle Familienthemen liegen ihr besonders und das Leben von Frauen kann keine so gut und nachvollziehbar schildern wie sie. Ihre Figuren sind realistisch und keine „Helden“. Da hätten wir schon den ersten guten Hinweis auf ihren Namen.

Sie wird dieses Jahr 63 Jahre alt und schreibt hoffentlich noch viele tolle Romane.

Wie heißt die Autorin wirklich und warum wählte sie dieses Pseudonym?

Wie immer bitte nur per Mail an info(at)dreesen-lesen.de und viel Spaß und Glück bei unserer Verlosung.

Die Antwort: Dora Heldt haben wir gesucht, die mit ihrem bürgerlichen Namen Bärbel Schmidt heißt. Nach ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin und Tätigkeit als solche begann sie als Verlagsvertreterin für dtv. Um diese berufliche Tätigkeit von ihrer schriftstellerischen Arbeit zu trennen, veröffentlichte sie unter den Namen Dora Heldt, dem Namen ihrer Großmutter.

 

 

30.07.2023: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2023 6/6:

Die Frage: Schon sind wir beim letzten Rätsel für dieses Jahr angekommen. Heute suchen wir eine Schriftstellerin, die sehr vielseitig begabt war und für die damalige Zeit extrem medienwirksam ihre Person in Szene setzte. Das in einer Zeit, in der Frauen, vor allen Dingen intelligente Frauen, eher unsichtbar bleiben sollten. Ihre Schulbildung blieb eher rudimentär, aber ihre Familie förderte den wachen Geist jedes ihrer Kinder. Sie lernte einfach von den älteren Brüdern und von ihrem geliebten Vater. Früh schrieb sie unter einem männlichen Pseudonym. Nach katastrophaler erster Ehe wandte sie sich einem anderen künstlerischem Metier zu. Bei einem ihrer Auftritte kam es zu einem Tumult und sie begann wieder zu schreiben mit sehr viel Erfolg. Im Verlauf ihres Lebens ließ sie fast keinen Skandal aus und doch stieg ihr gesellschaftliches Ansehen immer mehr. Sie lebte alle Extreme aus, ob es Beziehungen zu Frauen waren oder eine Liebesbeziehung mit dem viel jüngeren Stiefsohn ihres zweiten Ehemannes. Heute wäre sie wohl als Vorbild einer regenbogenbunten Bewegung geeignet. Wen suchen wir diesmal?

PS: Vom universitären Literaturbetrieb wurde sie weitestgehend ignoriert.

Tipp: (Wenn Sie nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar): Sie bekam als erste Frau ihres Landes ein Staatsbegräbnis!

Die Antwort: Gesucht haben wir die französische Schriftstellerin "Colette", mit vollem Namen Sidonie-Gabrielle Claudine Colette. Sie hat wirklich nichts ausgelassen.

23.07.2023: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2023 5/6:

Die Frage: So langsam geht's auf die Zielgerade. Und nach einer Reihe von Autoren, ist jetzt mal eine Autorin dran. Heute suchen wir eine Schriftstellerin, die in Deutschland geboren wurde, aber aus zeitgeschichtlichen Gründen in Schweden weiterleben musste und dort auch starb. Sie stammt aus einem großbürgerlichen Fabrikantenhaushalt und wuchs sehr frei auf. Ihren Berufswunsch "Tänzerin" konnte sie nicht verwirklichen, da sie eher kränklich war und durch Privatlehrer unterrichtet wurde. Sie absolvierte sogar die mittlere Reife. Als junges Mädchen startete sie einen Briefwechsel mit einer schwedischen Autorin, die in eine lange Freundschaft mündete. Sie wandte sich der Schriftstellerei zu und ihr Talent kam in der Lyrik besonders zur Geltung. In der nachfolgenden Zeit traf das Schicksal diese Familie besonders: Tod des Vaters, Umzug, Unterdrückung, Folter... Ihre Gedichte veränderten sich stark. Dann kam die lebensrettende Flucht nach Schweden. Wen suchen wir?

Tipp 1: (Wenn Sie nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar): Die Stadt Dortmund stiftete einen Preis mit ihrem Namen

Tipp 2: Sie unterhielt eine Korrespondenz mit Paul Celan.

Die Antwort: Gesucht haben wir Nelly Sachs.

 

16.07.2023: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2023 4/6:

Die Frage: Diesmal suchen wir einen Autor, der von uns aus gesehen am anderen Ende der Welt lebte. Er emigrierte mit 20 Jahren aus Europa in seine spätere Heimat und kehrte auch nie zurück. Am Anfang bereiste er den ganzen Kontinent und verdingte sich als Tagelöhner mal hier, mal dort. Er hatte viele Einblicke in die verschiedensten Tätigkeiten, die er später als Autor gekonnt nutzte. Besonders faszinierten ihn die außergewöhnlichen Fähigkeiten der indigenen Bevölkerung. Also erfand er einen Ermittler, der einen weißen Vater und eine indigene Mutter hatte. Er konnte aus beiden Welten seinen Spürsinn vereinen. Sein Ermittler war so erfolgreich, dass er mit vielen literarischen Preisen überhäuft wurde und als Vorbild für ein neues Krimigenre galt. Er verband die klassische "Who-dun-it" Methode mit neuen Beschreibungen einer anderen Kultur.

1930 arbeitete er als Grenzreiter am Kaninchenschutzzaun im Westen und schrieb gerade an einem neuen Roman. Dabei diskutierte er mit einem Freund über den "perfekten Mord". Sie entwickelten eine besondere Methode: 1.) Die Leiche mit einem großen Tier gemeinsam verbrennen UND 2.) alles Metall aus der Asche entfernen und die Asche vom Wind verstreuen lassen. Als tatsächlich mehrere Männer verschwanden, keimte der Verdacht auf, dass ein Mord exakt so geschehen war. Der tatsächliche Täter hatte aber Punkt 2 nicht beachtet. Nebenbei: Durch den gefundenen Ehering konnte man dem Täter den Mord nachweisen und er wurde 1932 gehängt. Wer ist der Autor und wie hieß der unvorsichtige Täter?

Tipp 1 (Wenn Sie nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar): Der Autor erhielt 1958 den Edgar-Allen-Poe Award

Tipp 2: In Deutschland erschienen seine Romane in der "Roten Reihe" im Goldmann Verlag

Die Antwort:  Arthur W. Upfield war's, den wir gesucht haben. Und der Täter war Snowy Rowles.

 

09.07.2023: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2023 3/6:

Die Frage: Heute suchen wir einen Autor, der von seiner Ausbildung her überhaupt kein Schriftsteller ist. Ganz im Gegenteil hat er sich den Naturwissenschaften verschrieben. Er stammte aus einer jüdisch-stämmigen Familie mit vier Söhnen, die alle das gleiche wissenschaftliche Studium absolvierten, wie ihre Eltern. Auch die Mutter war als eine der ersten Frauen in diesem Beruf tätig. Sogar ein Nobelpreisträger gehörte zur Verwandtschaft. Er studierte in Oxford, machte seine Assistenzausbildung in Birmingham, um dann die Fachausbildung in einem medizinischen Fach in den USA abzuschließen. Eine spezielle Krankheit hatte es ihm besonders angetan und er forschte intensiv über ihre Ursachen.

In Europa wütete eine Epidemie von 1916 - 1927. Aus diesen Erfahrungen mit einem neuen medizinischen Ansatz entstand sein erstes bedeutendes Buch. Dieses wurde sowohl für den Film als auch für's Theater entdeckt. Viele Bücher über sehr unterhaltsam und gut erklärte Phänomene aus seinem Fachgebiet folgten. Er berichtete stets mit sehr viel Respekt von seinen Patienten. Einer großen Öffentlichkeit wurden die dramatischen Streiche, die unser menschliches Gehirn uns spielen kann, "seriös" geschildert. Er verstarb 2015. Wer war es?

Die Antwort: Oliver Wolf Sacks, der letzten Sonntag, am 09.07. Geburtstag gehabt hätte.

02.07.2023: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2023 2/6:

Die Frage: Diesmal suchen wir einen deutschsprachigen Autor, der in diesem Jahr einen dreistelligen Geburtstag hat. Unser gesuchter Dichter ist nicht auf deutschem Staatsgebiet geboren, sondern in einem zum damaligen russischen Königreich gehörenden Gouvernement. Beide Elternteile arbeiteten für evangelische Missionsorganisationen. Er wuchs mit mehreren Geschwistern auf. Schon früh waren der Mutter seine blühende Fantasie und sein Talent für Lyrik und Malerei aufgefallen. Seine Kindheit verbrachte er an mehreren sehr unterschiedlichen Orten zwischen schwäbischen und baltischen Einflüssen. Er musste als junger Mann als einziger der Familie eine andere Staatsangehörigkeit annehmen, da der Besuch einer höheren Lateinschule für spätere Staatsbedienstete und Pfarrer dort kostenlos war. Der Rest der Familie hatte mittlerweile die Schweizer Staatsbürgerschaft.

Nach schulischen Irrungen und Wirrungen wurde er schließlich einer von uns, d.h. er machte eine Lehre als Buchhändler. Danach war er endgültig der Literatur verfallen. Viele Reisen folgten, z.B. nach Italien oder auch nach Indien. Im ersten Weltkrieg meldete er sich als Kriegsfreiwilliger. Er wurde jedoch für untauglich befunden und nach Bern geschickt, um eine Bücherei für deutsche Kriegsgefangene aufzubauen.

Viele Schicksalsschläge folgten und so begab er sich in Behandlung und machte Erfahrungen mit der neuen Psychoanalyse. Alle diese Erlebnisse machten aus ihm einen entschiedenen Kriegsgegner und er setzte sich zusammen mit Albert Einstein für Emigranten ein. Sein literarisches Werk wurde immer erfolgreicher und er wurde überall auf der Welt als deutsche intellektuelle Stimme wahrgenommen. Er pflegte viele Freundschaften zu den großen Dichtern, Musikern und Philosophen seiner Zeit.

Wer war es?
Tipp 1 (Wenn Sie nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar): Seine Werke sind auch heute auch noch gern gelesen und waren Inspiration für die sogenannte Hippiegeneration.

Tipp2: Den höchsten literarischen Preis erhielt er nach Kriegsende

Die Antwort: Gesucht haben wir Hermann Hesse.

 

25.06.2023: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2023 1/6:

Die Frage: Diesmal suchen wir eine literarische Kinderfigur, die dieses Jahr einen besonderen Geburtstag feiert. Weltweit sind über 30 Millionen Bücher bis jetzt verkauft worden. Die Legende erzählt, dass die Autorin ihren schreienden Enkel beruhigen wollte und fragte: „Weißt du eigentlich, was gesuchter Name jetzt getan hätte?“ Schon war das Kind neugierig und Oma fing an eine Geschichte über die gesuchte Figur zu erfinden. Weitere sollten folgen!

Die Namensfindung für die Hauptfigur, ein kleiner Junge, gestaltete sich im Deutschen etwas schwierig. Der Originalname war bei uns schon durch einen anderen Autor besetzt, so dass der Hamburger Verlag einen bekannten anderen männlichen Vornamen wählte. Wie heißt der Junge und welchen Geburtstag feiert er dieses Jahr?

Tipp: Wenn Sie nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar: Der Junge hat für seine Herkunft typisch blondes Haar.

Die Antwort: "Michel aus Lönneberga" von Astrid Lindgren ist die richtige Antwort. Obwohl er eigentlich nie so hieß. Im schwedischen Original und allen anderen Übersetzungen ist es Emil. Aber Emil war in Deutschland schon stark besetzt durch "Emil und die Detektive". So kam der Hamburger Verlag auf das Nächstliegende: Michel. Sie wissen schon, Hamburger Michel und so. Er feiert dieses Jahr seinen 60sten Geburtstag.

 

16.04.2023: Das Literarische dreesen-lesen Osterrätsel 2023 3/3, das letzte und damit das schwierigste:

Auf zum letzten Rätsel für diesen Frühling! Diesmal habe ich mir eine echte Knacknuss ausgedacht. Dafür werden die Tipps am Ende etwas gehaltvoller ausfallen.

Die Frage: Wir suchen einen weltbekannten Autor, von dem Sie wahrscheinllich noch nie ein Buch gelesen haben! Seine Reden sind berühmt, aber seine Werke haben es nie wirklich in die große Öffentlichkeit geschafft. Man bewunderte oder schmähte ihn für seine Willens- und Durchsetzungskraft. Er wurde sogar für seine zahlreichen schriftstellerischen Arbeiten mit einem Literaturpreis ausgezeichnet. Seine Persönlichkeit stieß viele Menschen vor den Kopf. In einer sehr schweren Zeit hat er für sein Volk und Europa mit Vehemenz gekämpft. Sogar in der Popmusik spielten Texte von ihm eine Rolle. Wen suchen wir und wann erhielt er welchen Literaturpreis?

Tipp: Da es diesmal echt nicht einfach ist, gibt es zwei Tipps.  Versuchen Sie es doch zunächst mal ohne die Tipps. Wenn Sie dennoch nachschauen wollen, markieren Sie mit der Maus den folgenden "nicht sichtbaren Text" und machen ihn damit sichtbar: 
Tipp 1: Gerade die Bundesrepublik Deutschland hat ihm viel zu verdanken und auch ein geeintes Europa hatte in ihm einen starken Fürsprecher.
Tipp 2: Leider denken heute viele seiner Landsleute anders.

Die Antwort hat wohl den ein oder anderen dann doch überrascht: Der gesuchte Autor war Winston Churchill! Sir Winston Leonard Spencer-Churchill erhielt 1953 tatsächlich den Literatur Nobelpreis. Sein schriftstellerisches Wirken ist in der öffentlichen Wahrnehmung vor seiner politischen Bedeutung stark in den Hintergrund getreten. Seine berühmte "Blood, Sweat and Tears"-Rede war übrigens Namensgeber einer US-amerikanischen Jazzrock-Band, die 1967 in New York gegründet wurde.

Damit endet das diesjährige dreesen-lesen Literarische Osterrätsel. Wir bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben und hoffen, dass Sie auf die ein odere andere Weise vielleicht eine literarische Entdeckung machen konnten. In den Sommerferien gehen wir dann wieder an den Start mit 6 neuen Rätseln. Bleiben Sie uns treu und bis dahin. Ihre Petra Dreesen.

 

09.04.2023: Das Literarische dreesen-lesen Osterrätsel 2023 2/3:

Auf in die zweiten Runde:

Die Frage: Heute am Ostersonntag suchen wir einen zeitgenössischen Autor, der vor nicht allzulanger Zeit verstorben ist. Lange Jahre wurde er als aussichtsreicher Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt, bekam ihn jedoch nie. Dieses Schicksal teilt er mit vielen anderen Autoren/Autorinnen. Besonders gelobt wurde er für seine größenteils autobiographischen Romane und seine sprachlich gekonnten Essays. Oft spielen die Zugehörigkeit zur Mittelschicht und gescheiterte Projekte des männlichen Protagonisten eine wichtige Rolle. Auch wird in den Romanen immer aktuelle Gegenwartspolitik verarbeitet und der Held wird über mehrere Bände begleitet. Der Gesuchte avancierte zum Kultautor. Er zog sich am Ende seines Lebens auch bedingt durch Depressionen und der Enttäuschung einer gescheiterten Ehe vom öffentlichen Leben zurück. Er wurde mit dem höchsten Literaturpreis seines Landes 20 Jahre vor seinem Tod ausgezeichnet.

Wen suchen wir heute? Tipp: Seine zahlreichen Titel erschienen zunächst auf Englisch! Viel Spaß und frohe Ostern ...

Die Antwort: Der gesuchte Autor ist Philip Roth. Ok, das war schon etwas schwieriger ...

 

02.04.2023: Das Literarische dreesen-lesen Osterrätsel 2023 1/3:

Liebe Rätselfreundinnen und Rätselfreunde in der Welt der Bücher und der Literatur, es ist wieder soweit! Hinein ins Rätselvergnügen mit dem ersten von drei Osterrätseln. Wie immer möchte ich es Ihnen am Anfang nicht so schwer machen, da seit dem letzten Rätsel im Sommer viel Zeit vergangen ist und man leicht aus der Übung kommt. 

Die Frage: Heute suchen wir eine erfolgreiche Autorin aus der aktuellen Unterhaltungsliteratur. Sie stammt aus NRW. Fast alle Bücher einer bestimmten Reihe spielen jedoch im Norden Deutschlands, genauer gesagt auf einer der vielen Nordseeinseln. Auch als Drehbuchautorin war sie schon sehr erfolgreich. Dabei war ihre erste Berufswahl eher auf einen pädagogischen Beruf gefallen. Am meisten geliebt wird sie für ihre ungewöhnliche Ermittlerin, die lediglich die Schwiegermutter eines echten Kommissars ist. Durch ihre eher südliche Mentalität ist sie den anderen Menschen sehr zugetan. Mit anderen Worten: Sie mischt sich in alles und jedes ein, da sie beglückt am Schicksal der Mitmenschen teilnimmt und so Dinge in Erfahrung bringt, die den Behörden verborgen bleiben. 

Wie heißt die gesuchte Autorin und ihre besondere Ermittlerin? Diesmal gibt es keinen Tipp dazu. Viel Spaß beim Rätseln und auf ein Neues am Ostersonntag, Ihre/Eure Petra Dreesen

Die Antwort: Gesucht haben wir "Gisa Pauly" mit ihrer wirklich sehr neugierigen Ermittlerin "Mamma Carlotta"

 

07.08.2022 Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 6/6:

Die Frage: Heute suchen wir mal nicht eine literarische Figur, sondern eine Schöpferin. Diese gesuchte sehr begabte Autorin wurde mehrfach mit rennomierten deutschen Auszeichnungen für ihr literarisches Werk belohnt. Aber heute zählt sie eher zu den fast vergessenen Größen der Literatur. Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin absolviert. Sie war Angehörige des Adels und heiratete ebenfalls in eine alte badische Adelsfamilie ein. Durch ihre Heirat und die Arbeit ihres Mannes reiste sie sehr viel durch Europa.

Zuerst schrieb sie einige Romane, mit denen sie einigermaßen erfolgreich war. Dann wandte sie sich eher der Lyrik zu. Mit der Lyrik fand sie die Ausdrucksweise, die ihr am meisten lag und mit der sie heute auch noch verbunden wird. Sie wurde Mitherausgeberin einer Monatszeitschrift und wandte sich sehr früh als eine der wenigen Lyrikerinnen dem Hörspiel in den 50er Jahren zu. Der Tod ihres Mannes führte sie in eine Schaffenskrise und von da an wurden ihre literarischen Arbeiten geprägt durch die Auseinandersetzung mit Gefühlen wie Angst, Einsamkeit, Verlust und Trauer. Kenner bescheinigen dieser fast vergessenen Autorin ein besonders Talent in der Darstellung menschlicher Tragödien.

Sie starb überraschend an einer Lungenentzündung nach einem Bad im Meer. Ihre Tochter kümmerte sich um die Tagebücher ihrer Mutter. Es gibt einige Schulen, die ihren Namen tragen. Wen suchen wir?

Kleiner Tipp zum Schluss: Sie wurde im selben Jahr geboren wie Walt Disney.

Die Antwort: Gesucht haben wir Marie Luise Kaschnitz. Eigentlich hieß sie Marie Luise Freifrau Kaschnitz von Weinberg

31.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 5/6:

Die Frage: Diesmal suchen wir eine sehr kraftvolle literarische Persönlichkeit, der nichts wirklich fremd im Leben war. Seinem Autor übrigens auch nicht! Beide teilen sich auch den selben Beruf und lebten (der Autor ist vor kurzem verstorben) in einer ehrer abgelegenen deutschen Landschaft im Westen unseres Landes. Der Autor schrieb seine sehr erfolgreiche Reihe um die gesuchte Hauptperson nicht unter seinem bürgerlichen Namen, sondern legte sich ein sogenanntes Geonym zu. Dabei wird der Name eines Ortes oder einer Region zu einem Nachnamen umgewandelt. Er verkaufte über 6 Millionen Bücher seiner bekanntesten Reihe! Wenn man sich das Leben des Autors mit all seinen Höhen und Tiefen (sehr tiefen Tiefen) anschaut, erkennt man vor allem den absoluten Willen, den Dingen auf den Grund zu gehen und nichts für gegeben hinzunehmen. Genau das macht sein Protagonist auch und er macht sich dabei nicht nur Freunde. Und auch das Thema Alkohol und Sucht dürfen nicht fehlen. Trotzdem wollen alle beide, Autor wie auch literarische Figur, auf den Boden des Sees blicken können, egal wie trübe das Wasser darüber ist. Wer ist diese literarische Person und wie heißt ihr Autor?

Kleiner Tipp: Der erste Verlag, der unsere gesuchte Figur herausgebracht hat, sitzt in Dortmund.

Die Antwort: Gesucht war Siggi Baumeister, entsprungen der Feder von Michael Preute alias Jacques Berndorf.

24.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 4/6:

Die Frage: Auf in die vierte Runde! Heute suchen wir eine literarische Person, die gar keine Person ist, sondern ein Tier. Dieses Tier ist ein ganz wundervoller Begleiter der Hauptperson des Romans. Diese Hauptperson, deren Name auch den Buchtitel ziert, ist dagegen etwas dümmlich, um es vornehm auszudrücken. Die Figuren im Roman entstanden etwa Mitte der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts und waren in den dreißigern schon international bekannt. Anfang der sechziger Jahre erwarb ein bekannter Hollywoodproduzent die Markenrechte.

Der Autor des berühmten Werkes hatte einen ebenfalls sehr berühmten Lehrer in Literatur und genoss eine sehr gute Schul- und Universitätsbildung. Obwohl er Mathematik und nicht Literatur studiert hat, wurde ein Satiremagazin auf ihn aufmerksam und er wurde Mitherausgeber dieses Magazines.

Tipp: Die Vorlag für die Titelfigur lebte im Londoner Zoo.

Wir suchen den (sehr lautmalerischen) Namen der "grauen" Nebenfigur. Und wo sind die Original"figuren" heute ausgestellt?

Die Antwort: Wir sprechen über Winnie-the-Pooh bzw. Pu der Bär, und haben den Eselfreund "I-Aah" gesucht. Die Plüschfiguren findet man heute übrigens in der New York Public Library.

 

17.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 3/6:

Die Frage: Heute suchen wir eine literarische Figur, wie es sie in der Kriminalliteratur nur sehr selten gibt. Der Kommissar ist eigentlich ein typisches Landei (oder eher Bergei, wenn es diesen Begriff geben sollte) und sein Weg in die Hauptstadt dauert fast 20 Jahre. Dieser Kommissar handelt und funktioniert komplett anders, als es der erfahrene Leser gewohnt ist. Er ist langsam im Denken, d.h. er versteht überhaupt nicht, wie Täter durch Nachdenken Taten vorbereiten. Seine große Stärke ist die Intuition! Er "liest" in Menschen und kann belanglose Kleinigkeiten zu einem Gesamtbild zusammensetzen, was seine außergewöhnlichen Erfolge ausmacht. Die Autorin legt ihre Figuren und Verbrechen eher literarisch als denn klischeehaft an und sticht so aus der Masse der Krimiautoren hervor. Der Inspektor, der dem berühmten Kommissar mit dem deutschen Nachnahmen zur Seite steht, ist genau das Gegenteil seines Chefs. Stets vernünftig und überaus systematisch denkend, ergänzen sich die beiden sehr gut. Wie heißen der Kommissar und seine Schöpferin?

Tipp: Die Autorin ist von Hause aus nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Archäologin und Historikerin. Der Name, unter dem sie schreibt, ist ein Pseudonym.

Die Antwort: Gesucht haben wir Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg und die Autorin ist Fred Vargas, was ihr Künstlername ist. Die französische Schriftstellerin heißt mit bürgerlichem Namen Frédérique Audoin-Rouzeau.

 

10.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 2/6:
Die Frage: Unser nächstes Rätsel führt uns zu den Anfängen der Geister-/Horrorliteratur oder wie es im Englischen heißt zu einem Gothic-Roman. Die junge englische Autorin war zu jener Zeit noch vollkommen unbekannt, während ihr zukünftiger Ehemann in der Literatur- und Poesieszene schon sehr erfolgreich war. Sie gehörte zu einer, sagen wir mal vornehm, sehr exzentrischen Gruppe um einen englischen Adligen, der nicht nur durch Poesie, sondern auch durch morbide Feiern bekannt wurde. Sie verweilte in der Schweiz und er lobte den Wettbewerb aus einen Geisterroman zu schreiben. Sie war die einzige Dichterin, die ihr Werk vollendete. Der Roman spielt zum Teil in der Schweiz und auch in Ingolstadt.

Gesucht wird diesmal die Titelfigur des legendären Romans, die aber nicht die Hauptperson des Romans ist, sondern lediglich ihr Schöpfer. Verraten sei nur noch, dass gerade diese Epoche der Medizin sehr viele neue Erkenntnisse bescherte, auch wenn es schon mal mehr gruselig als wissenschaftlich zuging. Wie heißt die Romanfigur der sehr jungen englischen Dichterin und finden Sie als Zusatzfrage heraus, wer denn das reale Vorbild für diesen "Experimentiker" war.

PS: Im Herbst erscheint eine ganz herausragende Biographie dieser außergewöhnlichen Frau. Fragen Sie uns bitte.

PPS: Entschuldigen Sie bitte die späte online-Stellung des neuen Rätsels am heutigen Sonntag. Das hatte private Gründe.

Die Anwort: Na klar, Viktor Frankenstein wurde gesucht aus dem Roman von Mary Shelley. Nur beim gesuchten Vorbild scheiden sich die Geister. Es war Luigi Galvani, der Erfinder des Galvanismus, mit seinen Experimenten mit an Froschschenkeln angelegter Elektrizität. Der vielfach genannte Johann Konrad Dippel wurde als Vorbild literaturwissenschaftlich widerlegt.

 

03.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 1/6:
Die Frage: Wenden wir uns mal der deutschen, sagen wir mal "Abenteuerliteratur" zu. Der Autor hat sehr viel geschrieben und wird heute noch in großen Auflagen verkauft. Er beschreibt viele fremde Landschaften und Gebräuche der dort lebenden Menschen, meist ohne jemals selbst dort gewesen zu sein. Erst sehr, sehr spät bereist er das Land, dessen Einwohner ihn berühmt gemacht haben. Aber diese berühmten Ureinwohner suchen wir hier nicht, sondern einen anderen Helden in einem anderen Teil der Welt. Dort bewegt man sich noch heute mit einem "Wüstenschiff" vorwärts anstatt mit einem Pferd. Unser Held besteht viele Abenteuer und hat stets einen ausgesprochen dusseligen Diener zur Seite mit einem sehr langen Namen. Wie heißt unser Held und wer war sein Schöpfer? Und wenn Sie den Namen des Dieners noch finden können (außerhalb der Wertung) ...

Die Antwort: Okay, war nicht sooo schwer. Gesucht haben wir natürlich Karl May's "Kara Ben Nemsi", dem Ich-Erzähler in den Orient-Romanen von Karl May. Nur der Vollständigkeit halber sein Diener und Freund: Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah.

 

Das Literarische dreesen-lesen Osterrätsel 2022 ging in seine dritte und letzte Runde. Jeden Sonntag der Osterferien erschien  hier unser literarisches Rätsel. Dann hatten Sie eine Woche Zeit für die Lösung, die Sie uns bis Samstag darauf per Mail übermitteln konnten. Am darauf folgenden Montag wurde unter den richtigen Lösungen dann ein Gewinner/eine Gewinnerin gezogen. Was es zu gewinnen gab? Nur so viel: Es war handsigniert und hatte mit "Frühling" zu tun.

In den letzten Jahren hatten wir immer eine Autorin oder einen Schriftsteller gesucht. Jetzt haben wir es mal anders gemacht: Gesucht wurde der Name eines Protagonisten / einer Hauptfigur oder auch einer Nebenfigur eines literarischen Werkes.

Literarisches Osterrätsel 3/3 vom 24.04.2022:

Diesmal war es kniffliger! Die Frage: "Gesucht wird ein Assistent eines besonderen Detektivs. Die Figur des Detektivs entstand in den USA und der Autor hat ihn in über 30 Romanen mit seiner seltsamen Marotte ermitteln lassen. Sogar ein amerikanischer Krimibuchpreis wird nach seinem Namen verliehen. Seine Hauptfigur diente stets auch dazu, die politischen Überzeugungen seines Autors zu vermitteln. Er war vor allen Dingen Deutschland gegenüber so kritisch eingestellt, dass seine Romane nicht in deutscher Sprache erscheinen durften. Der Verleger setzte sich aber Jahre nach diesem Verbot darüber hinweig. So konnten auch in der Bundesrepublik Fans der sonderbaren Ermittlermethoden gewonnen werden. Gesucht wird aber nicht der Meister (das Hirn), sondern die Figur des Gehilfen (die Füße). Wie heißt dieser Assistent, der wie einst Dr. John Watson in der Ich-Form von den Abenteuern seines Chefs erzählt? Zusatzfrage: Wie nennt man das vom Autor geschaffene literarische Kriminalromangenre?

Die Antwort: Wie immer, war das letzte Rätsel dieser jetzigen Osterreihe nicht mehr so einfach. Gesucht haben wir "Archie Goodwin", den Assistenten des New Yorker Privatdetektives Nero Wolfe und gleichzeitig Ich-Erzähler der Kriminalgeschichten. Nach der Romanfigur des Autors Rex Stout wurde der Nero Wolfe Award benannt, einem Literaturpreis für Kriminalliteratur. Ach, und das Literaturgengre, das Rex Stout begründete war das des "Armchair detektives", also einem Ermittler, der seine Fälle vom Schreibtisch aus löste. Das ermöglicht es dem Leser, mit dem gleichen Informationsstand selber am Fall mitzuknobeln.

Literarisches Osterrätsel 2/3 vom 17.04.2022:

Die Frage: "Gesucht wird eine Nebenfigur in einem epischen Werk eines Literaturpreisträgers! Der Roman entstand in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und spielt weit weg von der Heimatstadt des Autors. Eine damals unheilbare Krankheit zwingt Menschen, einsame hoch gelegene Orte aufzusuchen, um auf Heilung hoffen zu können. Unsere gesuchte Figur ist ein älterer Mann, der in Begleitung eines Dieners erst im Laufe des Romans den Handlungsort betritt. Auch er hat diverse Leiden, von denen er sich Erlösung erhofft. Da er sehr reicht ist, kann er sich den Aufenthalt in der Klinik natürlich leisten. Besonders faszinierend ist seine sehr gesten- und mimikreiche Sprache, die alle Handlungspersonen in seinen Bann zieht. "Ein Mann von Format" sagt der Protagonist über ihn. Wie heißt diese Nebenfigur und wann ist der Roman veröffentlicht worden"?

Die Antwort: Auf Thomas Mann "Der Zauberberg" (1924) konnte man kommen. Die gesuchte Person ist Mynheer Pieter Peeperkorn.

Literarisches Osterrätsel 1/3 vom 10.04.2022:

Die Frage: "Unsere gesuchte literarische Person ist ein Zauberer und er feiert dieses Jahr seinen 60. Geburtstag. Er betritt die Welt der Literatur also schon lange, bevor es in den Büchern nur so von Zauberern jedweder Art wimmelt! Auch ist seine Handlungsweise nicht der Magie geschuldet, sondern immer seinem eigenen Wohlergehen. Er ist nicht unbedingt böse, aber von Machtgebahren und Eigennutz geprägt. Eine heute als ungesunde Lebensweise betrachtete Leidenschaft (zuviele Kohlenhydrate) führt dazu, dass er einen Küchenhelfer braucht, da in diesem Bereich seine Magie versagt. Jener Küchenjunge ist allerdings ein cleveres Kerlchen und schafft es mit Hilfe seiner Freunde, den Zauberer zu besiegen und alle seine bösen Taten rückgängig zu machen. Wie heißt dieser Zauberer und wer hat ihn sich ausgedacht?"

Kleiner Tipp: Gehen Sie am besten gedanklich in Ihre Kindheit zurück.

Die Antwort: Gesucht haben wir "Petrosilius Zwackelmann" aus dem "Räuber Hotzenplotz" von Ottfried Preußler. Das war der mit dem Riesenappetit auf Kartoffeln. Ja, da kamen Kinderheitserinnerungen hoch.

 

Das war es für dieses Jahr 2021. An dieser Stelle konnten Sie bis zum Sonntag den 08.08.2021 unser Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2021 erleben: Sechs Wochen lang gab es bis dahin jeden Sonntag Nachmittag wieder etwas zu Knobeln und zu Recherchieren. Sie hatten dann eine Woche Zeit für die Lösung, die Sie uns bis Samstag darauf per Mail übermitteln konnten. Am folgenden Montag wurde unter den richtigen Lösungen dann ein Gewinner/eine Gewinnerin gezogen. Jetzt pausieren wir damit wieder. Ist nämlich nicht unaufwändig. Aber es macht Spaß: Uns, aber offensichtlich auch Ihnen. Das sagt uns die stetig wachsende Teilnehmerschar und die bedauernden Mails, dass es schon wieder vorbei ist. Für's erste.

Jetzt ist es passiert: Das letzte Literarisches Sommerrätsel 6 von 6 vom 08.08.2021:
Die Frage: "Bei diesem letzten Literarischen Rätsel für dieses Jahr suchen wir eine Autorin, die schon seit längerem zu meinen persönlichen Lieblingsautorinnen zählt. Und diesmal fragen wir nicht "wer war es", sondern "wer ist es". Wir suchen also eine zeitgenössische Autorin.

Sie verbindet wie keine zweite zwei ganz unterschiedliche Kulturen miteinander. Ihr Großvater wanderte aus Deutschland aus und heiratete eine "Ureinwohnerin". Ihre Großmutter mütterlicherseits arbeitete als Heilerin. Hin und hergerissen zwischen den komplett unterschiedlichen Geisteshaltungen tendierte sie in ihrem Leben mal hierhin und mal dorthin. Sie studierte Anthropologie (kein Wunder bei diesen familiären Strukturen) an einer sehr bekannten amerikanischen Universität. Als Redakteurin einer Zeitschrift fand sie zum Schreiben. Sie verbrachte eine stürmische Ehe mit einem Kollegen und hatte ein halbes Dutzend Kinder. Auch als Buchhändlerin arbeitete sie. Ihr selber war die Trennung von "Native writer" und "American writer" ganz egal. Sie wollte einfach den Menschen mit seinen Sorgen, Nöten und Gedanken als Einheit darstellen. Besondere Anerkennung erhielt sie in diesem Jahr 2021. Wer ist es?

PS: Ich bin ihren grandiosen Erzählungen und ihren tollen Romanen schon seit 1986 verfallen. Da habe ich ihr erstes Buch gelesen. Viel Spaß, Ihre Petra Dreesen.

Die Antwort: Gesucht haben wir Karen Louise Erdrich. Sie lebt in Minneapolis USA. Ich hoffe, etwas von meiner Begeisterung für diese Autorin konnte ich weitergeben?

Oh, schon das fünfte: Literarisches Sommerrätsel 5 von 6 vom 01.08.2021:
Die Frage: "Unsere heute gesuchte Autorin war eine Zeitgenossin von ganz vielen hervorragenden britischen Autoren und Autorinnen. Ihre Familie gehörte durchaus zur gehobenen Schicht in Großbritannien und sie wuchs als einziges Kind mit etlichen Dienstboten in einer meiner Meinung nach wunderschönen englischen Universitätsstadt auf. Ihre Mutter stammte aus dem englischen Landadel. Die Gesuchte scheint nach heutigen Maßstäben hochbegabt gewesen zu sein. Sie konnte schon sehr früh lesen. Ihr Vater unterrichtete sie in Latein und durch verschiedene Kindermädchen lernte sie sehr schnell Französisch und auch Deutsch. Sie wurde zudem noch mit Klavier-, Geigen- und Gesangsunterricht traktiert. Nur ihre naturwissenschaftliche Bildung wurde vernachlässigt. Die klassische höhere Bildung für eine Frau in diesen Zeiten. Da der Arbeitsplatz ihres Vaters recht einsam lag, wuchs sie ohne viel Kontakt zu Gleichaltrigen auf. Danach kam folgerichtig ein Internat für Mädchen. Durch eine Krankheit mit langer Genesungsphase blieb sie der Schule fern und schloß die Ausbildung per Fernprüfung ab. Sie erkämpfte sich einen Platz an der Universität und fand dort Gleichgesinnte.

Sie probierte sich erst im Genre Lyrik aus, konnte aber davon nicht leben und arbeitete als Lehrerin (mehr war in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg für studierte Frauen nicht erreichbar). Sie konnte jedoch eine Stelle in einem bekannten Verlag annehmen und weiterhin Texte veröffentlichen. Heute sind diese Texte in Vergessenheit geraten, aber sie zählt zu den Großen eines ganz anderen Genres. Sie hat viel Kritik und Ächtung  verarbeiten müssen, da sie unehelich schwanger wurde und das Kind auch bekam! Wer war's?"

Die Antwort: Gesucht haben wir Dorothy L. (Leigh) Sayers, eine "British Crime Lady". Und wer kennt nicht ihre Lord-Peter-Wimsey Romane. 

Nächste Woche erscheint das letzte Literarische dreesen-lesen Rätsel für dieses Jahr. Dann werden wir nach einem/einer noch lebenden Autor/Autorin suchen. Versprochen.

Literarisches Sommerrätsel 4 von 6 vom 25.07.2021:
Die Frage: "Auch der heute von uns gesuchte Autor hatte keinen guten Start ins Leben. Der Vater verließ schon bei seiner Geburt die kleine Familie und seine Mutter starb bereits mit 23 Jahren an Tuberkulose. Da war der Gesuchte erst 2 Jahre jung, Waise und arm. Kein guter Anfang. Er wurde jedoch von einer reichen Unternehmerfamilie in den USA aufgenommen und bekam viel Zuneigung von seiner Pflegemutter. Sein Pflegevater war für ihn sehr unberechenbar. Mal verwöhnte dieser ihn, mal entzog er ihm alle seine Privilegien und stellte ihn als "Mündel" dar. Adoptiert wurde er jedoch nie.

Er bekam eine gute europäische Schulausbildung in England. In der Schule begeisterte er sich sehr für Sprachen, was auch später sein Studienfach wurde. Er schwamm nicht nur leidenschaftlich gern, sondern versuchte sich auch an ersten kürzeren Texten. Nach seiner militärischen Ausbildung überwarf er sich endgültig mit seinem Ziehvater. Von nun an musste er sehr bescheiden leben. Ein Preisgewinn ermöglichte ihm ein etwas sorgloseres Leben und sogar eine Verlobung war drin. Seine finanzielle Situation verbesserte sich mit dem Abdruck einiger seiner Texte in Zeitschriften und Magazinen, seine eigenen Alkoholexzesse ließen jedoch kein regelmäßiges Einkommen zu. Überdies erkrankte auch seine Frau an Tuberkulose.

Den ersten Erfolg brachte ein bis heute bekanntes Gedicht! Wer war's?

Da es schon Rätsel Nr. 4 ist, werden die direkt verwertbaren Hinweise weniger. Eine kleine Hilfestellung: Nicht seine Lyrik kennt man heute noch, sondern ein von ihm mitbegründetes Literaturgenre mit Gruselcharakter. Viel Spaß."

Hier die Antwort: Er war nicht nur ein Meister der Kurzgeschichte und Kriminalliteratur, sondern begründete wesentlich das Genre der Horror- und Schauerliteratur: Edgar Allan Poe.

Literarisches Sommerrätsel 3 von 6 vom 18.07.2021:
Die Frage: "Die heute gesuchte Person war ein grandioser Beobachter seiner Mitmenschen und kritisierte sie oft heftig. Von ihm soll der Satz stammen "Die Kulturträger (gemeint seien die in Paris) seien reif für die Irrenanstalt und bei ihrem Anblick hätte er Lust sich zu übergeben". Heute würde man sagen, dass er mit seiner Arbeit verheiratet war. Er schuftete für die Kunst. Er war das letzte Kind eines Chefarztes in der französischen Provinz und wurde von allen in der Familie nicht so recht beachtet. Er lernte erst spät sprechen. Auch seine schulischen Erfolge blieben aus. Er las lieber als zu lernen.

Ein ungeliebtes Jurastudium konnte er nicht weiter verfolgen, da er einen schweren Epilepsieanfall erlitt. Trotz seines Leidens reiste und schrieb er viel. Er traute sich zunächst nicht seine Manuskripte zu veröffentlichen und trank literweise Kaffee am Tag. Bewegung war ihm verhasst. Mit fast 30 Jahren begann er den entscheidenden Roman, für den er berühmt werden sollte. Das Buch wurde ein Skandal! Er musste sich sogar vor Gericht dafür verantworten, wurde aber freigesprochen. Der Prozess war bestes Marketing. Sein Roman wurde zu seiner Zeit zum Bestseller. Er hat nie geheiratet und ist auch nie in die französische Akademie aufgenommen worden. Er erlag einem Herzinfarkt mit 58 Jahren. Wer war's?

Zu schwer? Ein Tip: Er ist unter mehreren französischen Autoren, deren 200. Geburtsjahr in diesem Jahr liegt."

Hier die Antwort: Gesucht haben wir "Gustave Flaubert", der vor 200 Jahren 1821 in Rouen in der Normandie geboren wurde. Unter den 200jährigen Geburtstagen war auch der französische Dichter Charles Baudelaire, aber den haben wir nicht gesucht.

Literarisches Sommerrätsel 2 von 6 vom 11.07.2021:
Die Frage: "Der gesuchte Autor stammte aus ärmlichen Verhältnissen und wuchs fast ohne Bildung und ohne menschliche Wärme auf. Die Schule besuchte er nicht sehr regelmäßig. All die Dinge, die ihm in seinem Leben fehlten, kompensierte er duch Phantasie! Er las alles, was er in die Finger bekam und wollte im Leben unbedingt erfolgreich sein. So viel sei schon verraten: Er hatte wirklich ein erfolgreiches Leben und war an vielen Fürstenhöfen seiner Zeit ein gern gesehener Gast. Auch sein schriftstellerisches Werk wurde international bekannt. Noch heute kennt ihn in seinem Heimatland jedes Kind und auch viele Kinder auf der ganzen Welt.

Seine Novellen, Reiseberichte und Romane sind vergessen, aber in seinem Genre hat er es zum europäischen "Schriftstelleradel" gebracht. Die große Liebe hat er leider nie gefunden und um seine psychische Verfassung stand es nicht immer gut. Er galt als Hypochonder. Überall in der Hauptstadt seines Landes ziert eine weibliche mythische Figur Plakate und Poster. Wer war's? Ein Tipp: Die Figur findet sich an der Küste. Noch ein Tipp? Fragen Sie mal Mädchen in Ihrer Umgebung nach ihren Lieblingsheldinnen."

Hier die Antwort: Gesucht wurde Hans Christian Andersen und bei der mytischen Figur handelt es sich um "Die kleine Meerjungfrau" an der Uferpromenade in Kopenhagen. Meerjungfreuen sind heute überhaupt sehr angesagt.

Sommerrätsel 1/6 vom 04.07.2021:
Die Frage: "Die gesuchte Autorin galt Vielen als unspontan, kontrolliert und letztendlich langweilig. Sie konnte aber sehr scharf die Menschen in ihrer Umgebung portraitieren. Von vielen Geschwistern umgeben und in relativer Abgeschiedenheit groß geworden, blieb ihr als Ausweg aus einem ereignislosen Leben die Bibliothek ihres Vaters, um den Abenteuerhunger zu stillen. In ihrer gesellschaftlichen Schicht war die perfekte Heirat das wichtigste Ereignis. Ihre Verlobung wurde allerdings bereits nach einem Tag gelöst. Noch heute werden ihre teils amüsanten, teils satirischen Bücher über die "Gesellschaft", vor allem über die Frauen der Gesellschaft, mit Begeisterung gelesen. Wer war's? Spoiler: Sie signierte alle Titel mit "by a lady"."

Hier die Antwort: Es handelte sich um Jane Austen. War es zu einfach? Oder war der Hinweis zu deutlich?

 

Archiv 11.04.2021 Endspurt im Literarischen dreesen-lesen Osterrätsel 2021 (3 von 3):
Die Frage: "Diesmal suchen wir einen deutschen Autor, der in einem künstlerischen und geistig sehr unkonventionellen Umfeld groß wurde. À propos groß: Er wuchs als Kind so schnell, dass die geplante Taufe abgesagt werden musste. Er passte nicht mehr in sein Taufkleid. Und das in einer äußerst katholischen Ecke unseres Landes. Mit Mühe schaffte er den Sprung auf das Gymnasium und musste sogar eine Klasse wiederholen. Nach der Schule besuchte er eine Schauspielschule und schrieb zunächst Theaterstücke, die aber nirgendwo zur Aufführung kamen. Auch Sketche und für den Film schrieb er ohne Erfolg. Seine Erfolge hatte er in einem ganz anderen Genre. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. Er erhielt einen deutschen Literaturpreis für eines seiner Bücher, mit dem ganze Generationen aufgewachsen sind. 

Wer war es und wie hieß sein italienisches Haus? Tipp: Natürlich hat es einen fantasievollen Namen."

Die Antwort: Gesucht wurde Michael Ende, ein Meister fantasievoller Geschichten, die auch Erwachsene in ihren Bann gezogen haben. Sein Haus im italienischen Genzano di Roma trug den Namen "Villa Liocorno", zu deutsch "Einhorn". Seine Werke wurden in über 40 Sprachen übersetzt und verkauften sich über 30 Millionen mal.

Archiv 04.04.2021 Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2021 (2 von 3):
DIe Frage: "Im zweiten Teil des Osterrätsels suchen wir eine Autorin, die als Kind eine Krankheit durchmachte, die viele Kinder in der Vergangenheit durchleiden mussten. Zurück blieb eine leichte Behinderung, die ihren Bewegungsspielraum einschränkte und sie mehr in Gedanken reisen ließ. In ihrer Familie hatte sie immer schon gut und gerne Geschichten erzählt. Sie kannte sich in alten Mythen und Sagen aus, ihrer Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Früh schon wünschte sie sich, Schriftstellerin zu werden. Nach ersten Gehversuchen mit Gedichten merkte sie, dass Lyrik nicht zu ihren Begabungen gehörte. Sie verlegte sich auf Prosatexte. Von behördlicher Seite erhielt sie den Auftrag, ein Erdkundebuch für Schüler zu schreiben. Dieser erste Auftrag wurde ein richtiger Erfolg! Neben ihrer Heimat war die menschliche Psyche eines ihrer Herzensthemen. Sie gewann einen Literaturwettbewerb und erlangte so Öffentlichkeit. Später konnte sie vom Schreiben leben. Sie erhielt eine Ehrendoktorwürde und engagierte sich für jüdische Flüchtlinge.

Wer war es und in welches international bekannte Komittee wurde sie gewählt?"

Die Antwort: Gesucht wurde die schwedische Autorin Selma Lagerlöf. Ihr Buch "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgsersson mit den Wildgänsen" entstand als Entwicklungs- und Erziehungsbuch und beschrieb in den fantasievollen Kapiteln die Landschaften Schwedens. Sie erhielt als erste Frau den Literaturnobelpreis und wurde Mitglied der Schwedischen Akademie.

Archiv 28.03.2021 Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2021 (1 von 3):
Die Frage: "Wir suchen einen deutschen Dichter, der zu Beginn seines Lebens nicht mit Glück überhäuft wurde. Als eines von mehr als einem Dutzend Kindern wurde er mit 13 Jahren zur Halbwaise, genoß trotz Armut aber eine gute Bildung. Sein Schulabschluss war aber eher mittelmäßig. Mit seinem geistlichen Beruf und auch in der Liebe wurde er nicht wirklich glücklich. Endlich, mit fast 40 Jahren gab er seinen Beruf auf und widmete sich der Schriftstellerei. Von da an änderte sich sein Leben.

Er hat uns viele gute Gedanken hinterlassen, ebenso wie immer noch lesbare Lyrik. Viele seiner Freunde und Bekannten sind heute noch bekannte Namen in der Literatur und der Geschichte Deutschlands. Wer war es?

Kleiner Tipp: Seine Mutter liegt in Süddeutschland neben der Mutter von Friedrich Schiller begraben."

Die Antwort: Gesucht haben wir Eduard Mörike, der mit 39 den Beruf des Pfarrers aufgab, quasi in Rente ging, und sich der Schriftstellerei widmete. Gott sei Dank.

 

Archiv 09.08.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (6 von 6):

Die Frage: Im letzten Sommerrätsel 2020 suchen wir einen „Autor“, der gar keiner ist. Und das kommt so: Der Text/das Buch, das ihn zumindest in Deutschland und Europa berühmt gemacht hat, wurde zwar in der Ich-Form als Tagebuch geschrieben, aber nicht von ihm. Der wirkliche Autor ist bis heute nicht eindeutig zu bestimmen. Überhaupt ist den wenigsten Menschen bekannt, dass der Held der Geschichte, und diesen suchen wir, eine wirkliche historische Persönlichkeit war.

Als Landadliger trat er jung seinen Dienst an einem deutschen Adelshof an. Dort sah er einer grandiosen Karriere entgegen, zumal sein Dienstherr die Thronfolgerin eines (damals wie heute) bedeutenden Landes heiratete. Der gesuchte „Autor“ hat viel Zeit in Kasernen verbracht und leistete, wie damals üblich, seinen Militärdienst. Auch auf dem Kriegsfeld. Ein Putsch stürzte seinen Dienstherren und er musste auf das väterliche Gut nach Deutschland zurückkehren. Er begann, bei gesellschaftlichen Zusammenkünften seine „Abenteuer“ zu erzählen und dafür wurde er sehr geschätzt. Seine erste Ehe hielt 40 Jahre, war glücklich, jedoch kinderlos.

Als seine Frau starb, beging er einen folgenschweren Fehler und heiratete seine damals 20-jährige Patentochter. Er selbst war schon über 70 Jahre alt. Kurz nach der Hochzeit reichte er jedoch schon wieder die Scheidung ein. Der folgende langwierige Scheidungsprozess kostete ihn fast sein ganzes Vermögen. Findigen Scheidungsanwälten verdankt er seinen uns heute immer noch bekannten Spitznamen. Sie wollten ihn als Beklagten wohl als unehrlich darstellen, um für ihre Mandantin möglichst viel herauszuholen.

Seine „Anekdoten“ wurden zunächst in England veröffentlicht. Bis heute gibt es viele Spielfilme, Bücher und auch einige Theaterstücke über ihn bzw. seine „Geschichten“. Er selber war sehr verletzt über seinen schlechten Ruf und starb mit 77 Jahren. Er begründete ein besonderes literarisches Genre. Wer war’s? Und wie lautete sein Spitzname?

Tipp: mit einem bisschen „Zeit“ lässt sich die Antwort vielleicht schneller finden.

Die Antwort: Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen hat tatsächlich gelebt und ist nicht etwa nur eine literarische Figur gewesen. Er wurde vor genau 300 Jahren geboren (11. Mai 1720). Als Landadliger kam er aus dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Wir kennen ihn heute als Baron Münchhausen, oder besser noch als den Lügenbaron. Auch wenn er den damit verbundenen Ruhm und das Interesse an seinen Abenteuergeschichten genossen haben dürfte, sein Ruf als Lügenbaron hat ihn schon sehr gewurmt

Die richtige Antwort haben Sie uns bis Samstag 15.08. an info(at)dreesen-lesen.de mit dem Betreff "Lösung Sommerrätsel 6/6" gesendet. Am Sonntag darauf gab es dann hier an dieser Stelle die Auflösung. Montags ziehen wir unter den jeweils richtigen Einsendungen der vergangenen Woche den Gewinner/die Gewinnerin und informieren Sie noch am gleichen Tag. Und zum Schluss, ebenfalls am Montag den 17.08.2020 gab es dann noch eine Sonderverlosung Sechs Richtige unter denjenigen, die alle 6 Rätsel richtig bis zum jeweiligen Stichtag beantwortet haben. Und zu gewinnen gibt es: Lassen Sie sich überraschen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Spaß!

Archiv 02.08.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (5 von 6):

Die Frage:  Die Autorin, die wir diesmal suchen, hatte keinen leichten Start ins Leben. Sie verlor mit 4 Jahren ihre Mutter. Nach diversen Privatschulen wendete sie sich früh dem Schreiben zu und konnte schon 1916 ein Gedicht bei einem berühmten Magazin veröffentlichen. Gemeint ist nicht die Vogue, für die sie ebenfalls arbeitete. Sie gründete einen Literaturzirkel und machte das Hotel, in dem man sich traf, weltberühmt. Sie schrieb mit sehr spitzer Feder, auch Kurzgeschichten und Theaterstücke, sowie Drehbücher für Hollywood und Theaterkritiken. Herausragend war ihr Engagement für die Geschlechtsgenossinnen (den Begriff mochte sie) und für Minderheiten. Ihr politisches Engagement z.B. gegen Nazi-Deutschland und ihre Arbeit als Korrespondentin im spanischen Bürgerkrieg brachten ihr auch Nachteile. Zum Ende ihres Lebens vererbte sie ihr Vermögen u.a. an die NAACP. Wer war’s? Bitte Vor- und Nachnamen.
Fürs Fleißkärtchen und außer Konkurrenz: Bei einer schlimmen Katastrophe verlor sie ihren Onkel, der einen weltbekannten Nachnamen trug. Wie hieß er?

Die Antwort:  Die gesuchte Autorin ist Dorothy Parker (1893 – 1967). Sie schrieb in den USA viele Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke. Ihre Anliegen waren der Kampf der Geschlechter und die gesellschaftliche Stellung von Minderheiten. Sie veröffentlichte in Magazinen wie Vanity Fair und Vogue und arbeitete nicht nur als Autorin, sondern auch als Theater- und Literaturkritikerin. Sie war bekannt und gefürchtet für ihre scharfe Zunge und den Sarkasmus, mit dem sie Missstände aufspießte. In der McCarthy-Ära landete sie prompt auf der schwarzen Liste. Sie war eine geborene Rothschild. Ihr Onkel, Martin Rothschild, kam an Bord der Titantic ums Leben.

 

 

Archiv 26.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (4 von 6):

Die Frage:  Gesucht wird eine deutschsprachige Autorin, die in einem bezogen auf Frauenrechte lange Zeit rückständigen Land sehr behütet und mit viel Bildung aufwuchs. Sie heiratete einen Juristen und wurde nicht so recht glücklich in dieser Ehe. Eine ihrer Verwandten wurde die erste Juristin ihres Landes. Als sie im späteren Alter erkrankte, ließ sie sich von der ersten Medizinerin ihres Landes behandeln. Wir kennen sie heute nur als Autorin eines berühmten Mädchenschicksals. Wer war’s? Bitte Vor- und Nachnahme der Autorin. Für’s Fleißkärtchen und außer Konkurrenz: Um welches Buch handelte es sich?

Die Antwort: Natürlich war es Johanna Spyri, eine Jugendbuchautorin aus der Schweiz mit ihrem Werk „Heidi“. Die erste promovierte Juristin der Schweiz war übrigens ihre Nichte Emilie Kempin-Spyri. „Heidi“ ist mehrfach verfilmt worden und läuft heute noch hin und wieder im Fernsehen, gerade wieder. Wussten Sie, dass ihr Werk in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurde?

 

Archiv 19.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (3 von 6):

Die Frage: Welcher Autor und Friedensaktivist gewann den „Man Booker International Prize“ oder wie er heute heißt “ International Booker Prize“ aus einer Nation, die weit von friedvollen Verhältnissen entfernt ist? Der Autor kämpft weiterhin für den Frieden, auch wenn er persönlich einen sehr schlimmen Verlust ertragen musste. Bitte Vor- und Nachnahme dieser Person. Alice Munroe war es nicht. Die hat den Preis 2009 bekommen, war in unserem Sommerrätsel aber schon mal dabei.

Die Antwort: Gesucht wurde der israelische Schriftsteller David Grossmann. Den International Booker Prize haben 2017 die Übersetzerin Jessica Cohen und er für die englische Fassung seines Romans „A Horse Walks Into a Bar“ bekommen. In „Kommt ein Pferd in die Bar“ macht er die vielen ungelösten Probleme Israels zum Thema und verleiht der allgegenwärtigen Gewalt im Land eine Stimme mit einem Humor, bei dem das Lachen im Halse stecken bleibt. Es ist das erste Mal, dass der Preis an einen israelischen Autor ging. Sein persönlicher Verlust: Er verlor seinen zweiten Sohn zwei Tage vor Ende des Libanonkrieges 2006.

Archiv 12.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (2 von 6):
Die Frage:  Welcher literarischen (also nicht historischen) Person wurde als einziger bisher die Ehre zuteil, in der rennomierten New York Times einen Nachruf auf der Titelseite zu erhalten?
Bitte Vor- und Nachnahme dieser Person.

Die Antwort: Am 06. August 1975 verkündete ein Artikel auf der Titelseite der New York Times: „Hercule Poirot is dead – Famed Belgian Detective“. Sogar mit Foto. Stellt sich die Frage, wer da wohl abgebildet war, denn natürlich ist Hercule Poirot eine literarische Figur, keine historische. Tatsächlich hat Agatha Christie das Ende ihres langjährigen Protagonisten schon viel früher verfasst. Geschrieben hat sie diesen 33.ten ihrer Poirot Romane noch zu Kriegszeiten und ihn gewissermaßen für später in den Tresor gelegt. Dort lag er 30 Jahre, bevor sie ihn dann zur Veröffentlichung 1974 freigab, als sie das Schreiben als dann 84-Jährige aufgeben musste. Agatha Mary Clarissa Christie starb im Januar 1976.

Archiv 05.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (1 von 6):
Die Frage: Das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse hat viele gute Autorinnen und Autoren hervorgebracht. Eine davon hat nur einen einzigen Roman geschrieben, und dennoch eine der wichtigsten Auszeichnungen der Literaturszene bekommen. Allerdings nicht für ihren Roman. Sie hat es nicht so mit viel und langen Worten. Wie lautet ihr Vor- und Nachnahme?

Die Antwort: Es handelt sich um Alice Munroe, eine kanadische Schriftstellerin, die 2013 den Literaturnobelpreis erhielt. Sie hat tatsächlich Bestseller geschrieben, ihr Hauptwerk besteht aber aus ca. 150 Kurzgeschichten. Sie wird gefeiert für ihre Wortwahl und auch für die Struktur ihrer Geschichten. Sie beginnt oft völlig unerwartet und entwickelt ihre Geschichte von dort aus vorwärts oder auch schon mal rückwärts.

 

Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2020 (1 von 3): "Was stimmte mit der Heiratsurkunde von Agatha Christie mit Max Mallowan nicht?" Die richtige Antwort lautet: Beide haben beim Alter gelogen und falsche Angaben gemacht, um den Altersunterschied zu verbergen. Max war 14 Jahre jünger als Agatha.

Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2020 (2 von 3): "Gesucht ist der Name einer deutschen Schriftstellerin. Nicht irgendeiner, sondern der ersten, die vom Schreiben leben konnte, u.a. mit dem ersten Bestsellerroman. Wie ist ihr Name und wie lautet ihr berühmtestes Werk?" Noch eine kleine Zusatzfrage (für's Fleißkärtchen gewissermaßen und außer Konkurrenz): Wer war ihre bekannteste Abonnentin? Ein Tip: Sie kannte Bettina von Arnim und Clemens Brentano.

Antwort: Gesucht wurde die Großmutter von Bettina von Arnim und Clemens Brentano: Marie Sophie von La Roche (1730 - 1807), Deutschlands erste Bestsellerautorin. Sophie von La Roche war häufig die Erste: Ihre "Geschichte des Fräuleins von Sternheim" (1771) war der erste deutsche Bestsellerroman. Sie setzte Meilensteine des Journalismus und brachte 1783 ihre Frauenzeitschrift "Pomona für Teutschlands Töchter" heraus, eine Sensation. Bis dahin wurden Damenjournale nur von Männern erstellt. Sie drückte aus, was viele Frauen dachten und fand damit internationale Resonanz - so las beispielsweise auch Katharina die Große "Pomona". Diese hatte für ihren Hofstaat gleich 500 Exemplare geordert. Damit wäre auch die Frage nach ihrer bekanntesten Abonnentin geklärt. Heute erinnert sich kaum noch jemand an sie.

Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2020 (3 von 3): "Gesucht wird ein bekannter deutscher Autor. Er wurde mit Literaturpreisen überhäuft. Das, was ihm in seiner Kindheit widerfahren ist und die Taste Ihrer Fernbedienung mit der Beschriftung "mute" haben die gleiche Wortherkunft. Er stammt aus dem Rheinland. Finden Sie heraus, wie er heißt."

Die richtige Antwort dazu lautet: Hanns-Josef Ortheil. Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor und gebürtig aus Köln. Mit der "mute"-Taste auf Ihrer Fernbedienung schalten Sie auf stumm. Mutismus ist psychogenes Schweigen, der Wortstamm aus dem Lateinischen: mutus = stumm, Mutismus = Stummheit.

Hanns-Josef Ortheil hat bis zu seinem siebten Lebensjahr kein Wort gesprochen, er ist mit 3 Jahren verstummt. Hintergrund dazu ist das Verstummen seiner Mustter nach dem Verlust von insgesamt vier Söhnen, was sie immer schweigsamer hat werden lassen. Er ist das fünfte Kind seiner Eltern. Sein erster Satz soll nach eigener Aussage "Gib' mal her!" gewesen sein, als er beim Fußballspielen den Ball für sich reklamierte. Die Gewinner dieses Rätsels werden wir Montag benachrichtigen.