"Wer das Vergessen stört" von Tessa Duncan
Das hier ist ein Krimi, den man wunderbar drinnen, gut in einer Decke eingepackt und einem heißen Tee neben sich, lesen kann: Tess Duncan "Wer das Vergessen stört" erschienen im dtv Verlag.
Die junge Psychologin Lily Brown kündigt bei der Metropolitan Police in London und arbeitet mit einem ihren früheren Kollegen in einer Praxis zusammen. Eine ihrer ersten Patientin ist Vera Osmond, die unter Panikattacken leidet . Dazu kommt noch Samantha Harris, die sich nicht von ihrem gewalttätigen Ehemann trennen kann, obwohl die körperlichen Attacken immer heftiger werden.
Lily selber muss noch eine unglückliche Beziehung zu einem Arbeitskollegen verarbeiten. Diese drei Frauen und ihre Schicksale sind perfekt miteinander verwoben. Als Vera Osmond durch einen Sprung von einem Hochhaus in den Tod stürzt, ist Lily die einzige, die nicht an Selbstmord glaubt. Sie fängt an zu ermitteln und gerät immer tiefer in einen absolut unglaublichen Kriminalfall. Zwischen Fürsorge für Samantha und Ermittlung zu Veras Tod hin und her gezogen, verliert selbst die analytisch denkende Lily immer mehr die Kontrolle. Dazu kommt noch, dass der ermittelnde Beamte im Fall Osmond ausgerechnet ihr Ex-Liebhaber ist .
Selten habe ich psychologische Grundlagen so gut beschrieben gesehen wie in diesem Kriminaltitel. Kein Wunder, denn die Autorin ist selber Psychologin und arbeitet auch im Therapie Bereich. Die Spannung wächst von Seite zu Seite und der Leser/in kann gar nicht mehr aufhören, Lilys Spuren zu folgen. Genau wie Lily offenen Auges ins Unglück rennt, kann sich der Leser/in den Ereignissen nicht entziehen.
Ich hoffe Frau Duncan (Pseudonym) schreibt noch weitere Titel aus dieser Reihe.
PS. Der hier geschilderte Fall beruht auf wahren Tatsachen.
Viel Spaß beim Lesen und Teetrinken. Oder einem anderen wärmenden Getränk😉