"Maifliegenzeit" von Matthias Jügler

Dieser wunderbare Titel beschäftigt sich mit der jüngsten Geschichte Deutschlands basierend auf wahren Gegebenheiten.

Hans und Katrin bekommen zur Zeit der DDR-Regierung ihr erstes Kind und sind sehr glücklich. Leider stirbt der Säugling recht schnell und ihre Ehe kann den Verlust nicht aushalten. Katrin vermutet auf Grund besonderer Umstände, dass ihr Kind vielleicht noch lebt und vom Staat entführt wurde. Ihr Mann Hans glaubt ihr nicht. Diese Ignoranz überlebt Katrin nicht lange. Ihr Mann Hans fängt an doch Nachforschungen anzustellen und entdeckt schreckliche Dinge.

Mit enormer Sprachfeinheit und gekonnt geschildertem Schicksal begeistert mich diese wahre Geschichte. Jügler hat die tatsächliche Katrin kennengelernt. In vielen Gesprächen wurden ihre Not und ihre Niedergeschlagenheit für ihn fast real. Trotzdem ist das Buch voller Hoffnung und ein Wegweiser für alle Suchenden. Wer Näheres über die damalige Staatspraxis wissen möchte, findet im Anhang eine nützliche Adresse.

Mein Fazit: Sehr lesenswert! Es erstaunt immer wieder, was Menschen alles aushalten können und auf sich nehmen, wenn sie ein festes Ziel haben.

Der Titel vom mehrfach ausgezeichneten jungen Autor Matthias Jügler “ Maifliegenzeit“, erschienen im Penguin Verlag mit der ISBN 978-3-328-60289-7, ist erhältlich für 22,00 €.


Bibliographie
Tipp
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Maifliegenzeit
Matthias Jügler
Maifliegenzeit
Roman. 'Ein unheimlich eindringlicher Roman über ein himmelschreiendes Unrecht' DENIS SCHECK, ARD DRUCKFRISCH
EAN: 978-3-328-60289-7
'Feinfühlig und zugleich kraftvoll erzählt Matthias Jügler in diesem spannenden Roman davon, dass die Vergangenheit nie vorbei ist.' Julia Schoch Für Katrin und Hans wird der Alptraum aller Eltern wahr: Nach der Geburt verlieren sie noch im Krankenhaus unweit von Leipzig ihr erstes Kind - und kurz darauf auch sich als Paar. Denn Katrin quälen Zweifel an der Darstellung der Ärzte, Zweifel, von denen Hans nichts wissen will. Als Katrin Jahre später stirbt, wird klar, dass sie mit ihren Befürchtungen womöglich Recht hatte. Bei seinen Recherchen, die ihn tief in die Geschichte der DDR führen, stößt Hans auf Ungereimtheiten und eine Mauer des Schweigens. Klären kann er all seine Fragen in Zusammenhang mit dem Tod des Säuglings nicht, doch der Gedanke daran, in einem entscheidenden Moment seines Lebens versagt, etwas versäumt, einen Fehler begangen zu haben, lässt ihn künftig nicht mehr los. Da klingelt eines Tages das Telefon und sein Sohn ist am Apparat. Aufgewachsen in einer Adoptivfamilie, unterscheidet sich seine Vorstellung von der Vergangenheit grundlegend von dem, was Hans ihm erzählt. Wird sich die Kluft, die das Leben in einem Unrechtsstaat und vierzig fehlende gemeinsame Jahre gerissen haben, wieder schließen lassen? Matthias Jügler zeichnet das bewegende Porträt eines traumatischen Verlustes, erzählt von folgenschweren Zweifeln, von der Kraft des Neubeginns und dem heilsamen Erleben der Natur. Ein feinsinniger Familienroman über ein dunkles Kapitel ostdeutscher Geschichte. - 'Wahrhaftig und voller Hoffnung.' Anne Rabe

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